logo maf

Als das archäologische Museum im Dezember 2009 eingeweiht wurde, war es das erste in der Axarquía. Um den Plan verwirklichen zu können, musste man die Einrichtungen der „ Casa del Apero“ umgestalten und an ein Gebäude aus dem 17. Jahrhundert anpassen, das selbst ein Teil des Museums ist und ein Beispiel für die Architektur in Frigiliana darstellt.

Das MAF ( Archäologisches Museum von Frigiliana) gehört zum andalusischen und spanischen Verband für Museen. Es hat eine Fläche von 400 qm , und in seinen Ausstellungssälen kann der Besucher einen Weg durch die Geschichte Frigilianas vom Neolithikum bis in die heutige Zeit zurücklegen.

Es gibt insgesamt 125 Ausstellungsstücke, die alle in Frigiliana gefunden wurden. Die Exponate sind chronologisch angeordnet, damit die Besucher sie leichter verstehen.

Unter den Exponaten befindet sich der Schädel eines Kindes, der auf das Neolithikum datiert ist, ( ca . 4000 bis 5000 v.Chr.), er wurde in der Fledermaushöhle gefunden. Sehr interessant ist auch ein maurischer Dolch aus dem 16. Jahrhundert, der auf dem „ El Fuerte" gefunden wurde und vielleicht dazu benutzt wurde, das Leben irgendeines Christen während der Schlacht am Peñón auszulöschen. Besondere Einzelstücke sind auch die phönizischen Gefäße, die am „Cerillo de las Sombras“ gefunden wurden, sowohl hinsichtlich ihres guten Erhaltungszustandes wie auch wegen ihrer Charakteristika und Zeichnungen. Das Logo des Museums ist deshalb auch eine der Zeichnungen, die solch ein Gefäß schmücken.


Amon- Ré war eine ägyptische Gottheit. Sein Name ist in Hieroglyphen auf einem  Schmuckstück aus dem 6. Jahrhundert vor Chr. eingraviert, das weit weg von  Ägypten , nämlich in Frigiliana gefunden wurde, genaugenommen  am „ Cerrillo de las Sombras" in einer Nekropole, in der viele Objekte ans Tageslicht gekommen sind. Bei den Archäologen gibt es zahlreiche Interpretationen über den Sinn  der Exponate an sich und über die Funde im Museum.

museo restos

Außerdem haben die Archäologen den Ursprung Frigilianas erforscht und in den „ Poyos del Molinillo“ eine primitive dörfliche Niederlassung gefunden und dabei entdeckt, dass es sich um eines der östlichsten Vorkommen der Kultur der Argarer handelt, die im 3. Jahrtausend v.Chr. dort siedelten. Man hat auch die Ursprünge der neolithischen Bevölkerung erforscht, deren Anwesenheit man in verschiedenen Höhlen festgestellt hat.

Als später die Arbeiten fortgesetzt wurden, hat man die zahlreichen Reste mittels fortgeschrittener Techniken in den Labors der Forschungszentren und Universitäten untersucht. Diese Arbeiten wurden in Spezialschriften veröffentlicht und sind zusammen mit den archäologischen Stücken im Museum ausgestellt.

Die Zeugnisse der Vergangenheit haben verschiedene Ursprünge; sie beginnen in der Prähistorie und reichen bis zu der Periode, als die Mauren ihre letzte Schlacht vor ihrer Vertreibung in Frigiliana schlugen. (16. Jahrhundert)

Das Museum hat auch einen Ausstellungsraum mit zeitgenössischer Kunst. Es werden wechselnde Ausstellungen präsentiert, die meist Beispiele verschiedenartigster Kunstrichtungen zum Inhalt haben.



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